Montag, 25. Februar 2013

Hört mal, eine lesbische Liebesgeschichte!



 
Neuerdings habe ich meine Liebe für Hörbücher entdeckt. Egal, wie stressig das Leben auch ist und wenn man auch kaum Zeit hat, abends gemütlich zu schmökern, eines muss man sowieso immer mal machen: den Haushalt (sofern man dies von niemandem abgenommen bekommt). Und während man sich um die Wäsche oder das Geschirr kümmert, kann man sich wunderbar entspannen, wenn man eine sympathische Stimme im Ohr hat, die ein feines Geschichtchen erzählt.
Wenn ich feine Geschichtchen bekommen will, ist eine meiner Anlaufstellen meist Mirjam Müntefering. In diesem Fall haben sich die Umstände so ergeben und ich war ganz erfreut, dass es auch Hörbücher mit feinen – lesbischen – Geschichtchen gibt. „Luna und Martje“ ist eines der in diesem Medium erhältlichen Titel. Sie sind sogar von der Autorin selbst eingesprochen.
Luna und Martje, das sind die Namen der beiden Protagonistinnen (wie man nur schwer erraten kann ;-) Lunas Schicksal wird glasklar präsentiert. Als sie im Geheimen einen Termin mit dem Kredithai Erik wahrnimmt, um zu erfahren, wie es wirklich um die Firma ihres Vaters steht, ist der Weg bereits geebnet, um mit Erik eine Liebesbeziehung zu beginnen, die dem skrupellosen Unternehmer die Augen öffnen könnte. Die wahre Liebe wird ihn retten und Luna erfüllen – das ist angesichts diese Beginns wie in Stein gemeißelt.
Denkste! Dieses Schema F, wie die fiktive Autorin im Buch es in ihrer Trivialliteratur schon mehrfach dargestellt hat, lassen sich die Figuren plötzlich nicht mehr gefallen. Vielleicht nahm alles auch seinen Anfang, als der Blitz einschlug. Er traf den Schirm, unter dem Luna und Erik standen – zusammen mit Eriks Schwester Martje. Die fröhliche Besitzerin eines Hundesalons war eigentlich nur als Nebenfigur angedacht. Doch als diese sich in Luna verliebt, nehmen die Ereignisse plötzlich einen unerwarteten Verlauf, der die gesamte bisherige Welt der literarischen Figuren aufrüttelt.
Die Idee der Metaebene im Buch – dem expliziten Bewusstsein der Figuren für ihre Rollen – hat mir sehr gut gefallen, da es mir in dieser Form noch nicht begegnet ist (oder noch nicht so unterhaltsam). Mirjam Müntefering macht dabei auch als Leserin mit ihrer Stimme eine gute Figur.
Fazit: unterhaltsam und absolut kurzweilig
Geeignet für: alle, die ihr Schicksal selbst in die Hand nehmen wollen und dafür eine kleine Anleitung gebrauchen könnten.

Das Hörbuch ist nicht mehr im Handel verfügbar.


Mittwoch, 19. Dezember 2012

100 Seiten deutsche Zeitgeschichte


Dass Comics nicht nur von Superhelden mit übermenschlichen Fähigkeiten erzählen müssen, beweist „drüben!“ von Simon Schwartz. Was ursprünglich ‚nur’ als Diplomarbeit des damaligen Hamburger Studenten gedacht war, mutierte zu einem überaus erfolgreichen Großprojekt, das auch ich hier nur wärmstens weiterempfehlen kann.
Schwartz arbeitet aus persönlicher Motivation heraus seine ganz individuelle Vergangenheit auf. Anfang der 80er, als er gerademal ein Jahr alt war, reisten seine Eltern mit ihm von der DDR nach West-Berlin aus. Er wuchs in der BRD auf und musste Stück für Stück begreifen, was da mit Deutschland los war, warum es so aufwendig war, Bekannte zu besuchen, die weiter weg wohnten und warum seine Großeltern den Kontakt abgebrochen hatten.
Für dieses bewegende Projekt grub Schwartz tief in der eigenen Familiengeschichte und fragte mehr als einmal genauer nach. „Drüben!“ stellt einfühlsam den Lebensweg und die Beweggründe seiner Eltern dar. Dabei ist nicht nur die Handlung authentisch, auch zentrale Orte wurden – soweit möglich – genau recherchiert um sie entsprechend grafisch darzustellen (so z.B. die Ein- und Ausreisepunkte, die penibel genau überwachten, wer wann wo welches Land verließ oder betrat).
Wer also noch schnell ein Weihnachtsgeschenk braucht (vielleicht sogar für Menschen, die sonst kaum Bücher in die Hand nehmen), kann mit „drüben!“ eigentlich nicht falsch liegen.
Fazit: Brillantes Dokument deutscher Zeitgeschichte.
Geeignet für: ‚Wessis’ und ‚Ossis’ und alle, die sich diesbezüglich nicht  (mehr) festlegen wollen.
Mehr hier.

Sonntag, 4. November 2012

Penisneid deluxe


Meine aktuelle Buchbesprechung beschäftigt sich mit dem, was ich nicht habe, aber gern mal probehalber so für 24 Stunden besitzen würde – einen Penis. Da es insgeheim eigentlich jeder Frau so geht, dürfte Fiona Giles keine Probleme gehabt haben, AutorInnen für ihre Anthologie „Mann für einen Tag. Frauen erzählen“ zu finden.
Die Anthologie ist eine Zusammenstellung von Kurzgeschichten, fiktiven Biografien, Essays, Lyrik sowie Zeichnungen und Cartoons. Alle beschäftigen sich mit dem besten Stück des Mannes, nur dass er hier im Besitz von Frauen ist. Was würden sie tun, wenn sie einen Tag lang einen Penis geschenkt bekämen? Wie würden sie sich fühlen? Inwiefern würde es sie verändern? Die Beiträge sind so verschieden, wie die Autorinnen es sind (es befinden sich auch einige wenige Männer darunter, die hypothetisch gefragt wurden, was sie als Frau täten, wenn sie einen Penis hätten). Einige der Autorinnen sind gestandene Persönlichkeiten in der Literaturszene (Patricia Cornwell, Germaine Greer, Carol Wolper), andere eher kleine Lichter oder gänzlich unbekannt. Es sind Lesben vertreten sowie bisexuelle Frauen, doch der Fokus liegt eindeutig auf den heterosexuellen Frauen.
Ich erinnere mich in diesem Zusammenhang gern an eine Szene aus ‚The L-Word’, in der die Damen sich genau zu dieser Frage, was sie denn mit einem Schwanz einen Tag lang anfangen würden, geäußert haben. Zwei Standardantworten liegen auf der Hand: pinkeln und diverse sexuelle Handlungen (allein oder in Gesellschaft). Diese beiden Antworten kommen in der Tat auch häufiger in „Mann für einen Tag“ vor. Allerdings ist die Anthologie dennoch viel mehr als nur eine statistische Ansammlung von Antworten auf ein philosophisches Thema. Es werden futuristische Szenarien entworfen wie bei Lisa Hill, die von einer Welt schreibt, in der Schwänze die Erweiterung der Palette an Schönheitsoperationen sind. Wie wäre eine Welt voller freiwilliger hermaphroditischer, weiblich sozialisierter Wesen? Es gäbe beispielsweise Schönheitssalons, die sich allein mit dem Wellness und der Verschönerung des Gemächts beschäftigen. Andere Beiträge beleuchten auf kritische Weise bestimmte Bereiche des Weltgeschehens (und deren patriarchale Strukturen), so z.B. den Zweig der Wissenschaft (Margaret Wertheim).
Sehr interessant war auch der Beitrag von Pat Califia (der mittlerweile Patrick heißt und der Leserschaft dieses Blogs vielleicht sogar ein Begriff ist*). Sein Text trägt den Titel „Dildo-Neid und andere phallische Abenteuer“ und auf ihn war ich besonders gespannt, da für ihn die Ausgangsfrage dieses Buch keine hypothetische war. Er schreibt: „Viel ist über das Phänomen des Penisneids geschrieben worden [...] [ich] würde aber gern zu bedenken geben, dass es – falls dieser Penisneid wirklich existiert – einen ähnlichen mächtigen, wenn auch weit weniger sichtbaren Komplex gibt, und zwar den des Dildo-Neids.“ (S. 102). Ziemlich anschaulich und sehr einleuchtend erläutert er die Machtposition von Lesben, da sie vom fehlenden Penis der Partnerin weniger eingeschränkt als bevorteilt sind, denn Dildos gibt es in allen Größen und Ausführungen und sie machen alles mit – so lange man möchte.
Im englischen Original heißt diese Anthologie „Dick for a day. What would you do if you had one“ und passenderweise lässt sich auch ihr entsprechendes Gegenstück „Chick for a day. What would you do if you were one“ finden. Leider ist dieser Band nicht auf deutsch erschienen und ich finde, die Übersetzung und Verbreitung auf dem deutschen Markt sollte unbedingt nachgeholt werden. Bis dahin bleibt uns nur, unsere eigene Fantasie anzustrengen: Was würdet ihr tun?
Fazit: Penisneid neu betrachtet – Freud hätte sicher seinen Spaß an diesem Buch.
Geeignet für: Gender-studies-StudentInnen/-Interessierte und alle, die schon mal über ihren hypothetischen Penis nachgedacht haben (oder jetzt damit anfangen wollen).
Das Buch ist vergriffen und nur noch aus zweiter Hand zu erwerben.

*Im Deutschen erschien von ihr u.a. der Ratgeber „Wie Frauen es tun“ und die Erzählungen „Frauen und andere Raubtiere“ (beides vergriffen).

Donnerstag, 1. November 2012

Fröhliches Gevögel


Manchmal verstecken sich im weitesten Sinne lesbische, sexuell explizite Themen dort, wo man sie nicht vermutet: in einem Buch mit Brust- und Penistorte auf dem Cover. Zur Unterstreichung möchte ich den überaus reizenden Klappentext von „Fröhliches Gevögel: Was Frauen sonst noch wollen“ zitieren:
„Journalistin: ‚Welche Praktik beschreiben Sie am liebsten?’
Ich (Sophie Andresky): ‚Cunnilingus, da ist man so schön nah dran.’
Journalistin: ‚Was?’
Ich: ‚Nah dran.’
Journalistin: ‚Nein, vorher.’
Ich: ‚Cunnilingus, also französischer Sex.’
Journalistin: ‚Ah! Blasen!’
Ich: ‚Nein. Lecken. Bei Frauen.’
Journalistin (mit rotem Gesicht): ‚O Gott.’“
Aus diesem kurzen Gespräch wird einiges deutlich. Zum einen lässt sich erahnen, dass die Autorin den Cunnilingus nicht nur gern (im Sinne der passiven Variante) beschreibt, sondern vielleicht sogar selbst mal ganz gern... Des Weiteren wird klar, dass Andresky kein Blatt vor den Mund nimmt und sich keines Wortes schämt, das ihr über die Lippen kommt. Und tatsächlich: wie es sich nämlich für eine sexpositive Frau wie sie gehört (nein, das ist nicht kritisch-ironisch gemeint), bekennt sie sich in ihren Texten zu ihrer Bisexualität. Und wir reden hier nicht von keuschen Küsschen um mitreden zu können (oder womöglich von Dreiern, um dem beteiligten Mann zu imponieren). In einer Episode schildert Andresky eine Begegnung zu einem Zeitpunkt in ihrem Leben, als ihre sexuellen Erfahrungen noch keine Superlative erreicht hatten: „Ich war unerfahren bis auf einige Erlebnisse mit [...] und einigen sehr schönen Nächten mit Frauen. [...] / Der große Höhenflug war bisher nicht dabei gewesen (die Mädels mal ausgenommen [...])“ (S. 42). Das liest frau doch gern!  
Die schlechte Nachricht ist, dass „Fröhliches Gevögel“ zu gefühlten 90% dann doch nur Heterosex und alles, was dazugehört, zum Thema hat (ich nehme mal an, weil die Autorin in einer Heterobeziehung gelandet ist). Aber das tut dem Buch keinen Abbruch. Es ist trotzdem mehr als lesenswert (sofern man kein lesbisches Manifest erwartet oder die Herzfrequenz sich bei den Wörtern ‚ficken’ oder ‚vögeln’ in gesundheitsgefährdende Höhen steigert).
Im Übrigen handelt es sich hierbei um Andreskys gesammelte Kolumnen von joyclub und Penthouse, also abgeschlossene, kurze, essayartige Texte zu Themen der Pornobranche.
Andresky ist Feministin und auch wenn das Wort mittlerweile einen unangenehmen Beigeschmack hat und völlig unpopulär klingt, sie steht zu ihrer Meinung (z.B. spricht sie sich gegen Retuschierung von Fotos in Frauenmagazinen aus – ein nachvollziehbares Anliegen, wie ich finde).
Irgendwann habe ich in den vielen durchaus unterhaltsamen Essays bemerkt, dass Andresky gern vom Thema abkommt. In der Regel fällt es aber nicht auf, wenn sie vom Hundertsten ins Tausendste kommt, denn die Übergänge sind so geschmeidig wie ein gleitgelbenetzer Finger*. Langweilig wird das jedenfalls nie. Ob es an der Maxime ‚Sex sells’ liegt, an Andreskys unterhaltsamem, manchmal lakonischem Ton oder an der Tatsache, dass sie versucht, auf ungeklärte Fragen eine Antwort zu finden (und sich dafür auch gern in andere Blickwinkel hineindenkt), kann jedeR LeserIn für sich erkunden.
Nur manchmal erschien Andresky mir etwas zu festgefahren in ihrer Meinung. Genau das könnte man wieder als unfeministisch auslegen (denn nein, ich finde nicht, dass die Qualität der/des LiebhaberIn an der Quantität der erreichten Orgasmen zu messen ist). Aber vielleicht sollte man auch genau das mit Andresky nicht tun: jedes Wort auf die Goldwaage legen.
Fazit: Erfrischend unverblümte, authentische Essays über Sex und alles, was am Rande damit zu tun hat.
Geeignet für: Alle, die gern ihre zwei große Leidenschaften vereinen möchten: Bücher und vögeln.
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*Pardon, das konnte ich mir an dieser Stelle einfach nicht verkneifen.  

Samstag, 27. Oktober 2012

Unversehrt


 
Jüngst veröffentlichte Phenomenelle ein Interview mit einer der „beliebtesten deutschen Autorinnen für Literatur mit lesbischem Inhalt“, Mirjam Müntefering. Es war etwas ruhig im sie in letzter Zeit (der Grund dafür wird in diesem Interview genannt). Das soll jemanden wie mich nicht stören, die längst noch nicht alle bisher erschienen Bücher von ihr gelesen hat. Eines kommt nun aber dazu: „Unversehrt“.

Quelle: piper-verlag.de
Protagonistin ist Cornelia. Sie wird als uneheliches Kind der gerademal 16jährigen Gigi geboren. Ihr Vater ist Amerikaner und als er von der Schwangerschaft erfährt, lässt er Gigi im Stich. Cornelia wächst also mit ihrer jungen Mutter und ihren Großeltern auf. Statt der erhofften Prinzessin wird aus ihr ein Wildfang.

Die Leserin erlebt Cornelias Kindheit und Jugend mit, als würde eine gute Freundin davon erzählen. Bald bürgert sich durch ein Missverständnis ein ganz eigener Spitzname für Cornelia/Nelli in ihrem Freundeskreis – ja in der ganzen Schule – ein: David.

Als Gigi 30 wird, will sie mit David aus den elterlichen bzw. großelterlichen Gefilden ausziehen. Die neue, erstmals eigene Wohnung verändert für David und ihre junge Mutter alles. Gigi lernt Alois kennen und bringt ihn mit nach Hause. Zum ersten Mal muss David ihre Mutter mit jemand anderem teilen.

Als David mit ihrem besten Freund Henning auf das Gymnasium wechselt, um die Oberstufe zu absolvieren, wird sie in Schwärmereien verwickelt, da einige junge Mädchen sie für einen Jungen halten – nicht mehr nur ihres Namens wegen. David gewöhnt sich schnell an diese himmelnden Blicke. Nur ein Mädchen schafft es noch, sie mit ihrer Reaktion zu überraschen. Auf dem Schulflur begegnet sie Maya. Sie ist die erste, die sich für sie interessiert, WEIL (nicht obwohl) sie ein Mädchen ist. Es entwickelt sich eine zuckersüße Liebesgeschichte zwischen den beiden, obwohl Maya in einer so ganz anderen Welt lebt als David. Die beiden träumen von einer Zukunft und erwägen genau, wie es nach dem Abitur für David weitergehen wird, denn Maya wird den Abschluss erst ein Jahr nach ihr machen. Dann geschieht jedoch das, was die Leserin längst zwischen den Zeilen erahnt hat oder frühestens im Klappentext herausgefunden hat: nach der Abiturfeier wird David in einen schweren Autounfall verwickelt. Maya wird verletzt, ihre beste Freundin stirbt. Nur David bleibt – unversehrt.

Obwohl der Plot sich nicht immer dramatisch weiterentwickelt oder zumindest im ersten Teil absehbar ist, fliegt man durch die Seiten und hängt an Davids Lippen, als würde sie ihre Geschichte nur für die Leserin selbst erzählen.

Fazit: „Unversehrt“ ist ernster als viele andere Romane von Müntefering – dennoch für mich der beste, den ich bisher von ihr gelesen habe.

Geeignet für: dich ;-)

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Donnerstag, 25. Oktober 2012

Macken, Marotten, Ticks und spinnerte Gewohnheiten

 

Seltsam wie sich der Blick auf ein Buch verändern kann. Zugegebenermaßen habe ich diesen Titel vor längerer Zeit bereits gelesen und war nur noch nicht dazu gekommen, ihn zu besprechen. Wenn ich nun erneut hineinblättere, wird mir wider Erwarten schwer ums Herz.
Eigentlich hat mir „Des Wahnsinns fette Beute“ von Hella von Sinnen und Cornelia Scheel viel Freude und Amüsement beschert. Ich habe beim Lesen laut lachen und beim Lachen laut lesen müssen. Mit wunderbarem Kölschem Sprech interviewen die Damen deutsche Stars und Sternchen und stellen ihnen ganz besondere Fragen. Wissen wollen sie nämlich nichts über ihre Biografie, ihre Erfolge oder ähnliches, sondern die intimsten Geheimnisse gilt es ans Tageslicht zu bringen. Wer schläft noch mit einem Plüschtier im Arm und wenn ja, wie heißt es? Wer ist abergläubisch? Welche sinnfreien Macken und Marotten bereichert das Leben des jeweiligen Promis?
Die Beiträge beinhalten jedes Mal eine persönliche Kurzbiografie bzw. eine Erklärung dazu, wie die AutorInnen mit der jeweiligen Person in Kontakt kamen. Es folgen die intimen, herausgekitzelten Geständnisse in Form von akkurat abgetippten Interviews (inklusive lustigen Versprechern und Situationskomik). Dekoriert werden die Kapitel mit Fotos der Promis, die sie selbst aufgenommen haben und die sie beim Ausüben ihrer spinnerten Gewohnheiten zeigt.  
Mit dabei sind SchauspielerInnen, Berühmtheiten aus der Comedyszene, aus dem Musikbusiness und vielen anderen Bereichen. Der Großteil der Befragten stammt aus dem privaten Bekanntenkreis von Scheel und von Sinnen. Demnach ist auch der Anteil von Queeren und Freunden groß. Nach diesem Einschub jetzt wird jeder erahnen können, weshalb ich plötzlich etwas bedrückt bin, wenn ich dieses Buch besprechen soll. Auch der vor nicht allzu langer Zeit verstorbene Comedian und Moderator Dirk Bach wurde von den AutorInnen interviewt.
Weitere Highlights in diesem Buch sind für mich: Gayle Tufts, Gaby Köster, Barbara Schöneberger, Ralf König, Olivia Jones, Peter Plate (von Rosenstolz) und Partner, Bastian Pastewka, Jürgen Domian, Gabi Decker und Wigald Boning.
Fazit: Auch Promis sind nur Menschen und genauso gaga (oder auch mal ‚normal’) wie Otto-Normal-Menschen.
Geeignet für: Alle, die denken, sie hätten einen an der Klatsche. Denn die Antwort lautet: ja, habt ihr, aber keine Sorge, es geht jedem so.
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Mittwoch, 24. Oktober 2012

++ News ++ News ++


Es gibt eine gute und eine schlechte Nachricht.
Es ist gängige Praxis, die schlechte Nachricht zuerst zu nennen, aber dem widersetze ich mich hiermit mal.
Die gute Nachricht ist: Ich habe einen Platz beim Buchjournal-Schreibwettbewerb belegt. Näheres dazu sowie die Geschichte selbst gibt es bei einem Klick auf das Wort ‚KlickJ
Nun zur schlechten Nachricht: Wer hier ab und an mal vorbeischaut, hat es längst gemerkt. Ich bin so was von vielbeschäftigt neuerdings. Juliette gets a life sozusagen. In der Tat gab es jüngst ein paar grundlegende Veränderungen im Bereich meines Brotjobs. Jene Tätigkeit ermöglicht es mir neuerdings nicht mehr, in den bisherigen übersichtlichen und regelmäßigen Abständen Blogartikel zu posten. Ich werde es ab sofort trotzdem weiter versuchen – eben in unregelmäßigen Abständen. Vermutlich wird die Themenvielfalt ausgedünnt werden. Wenn ich abergläubisch wäre, würde ich den Zusammenhang im Niedergang meiner Mimi sehen.
Das war’s auch schon. Kurz und knapp.
Haut rein!